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VW verlagert Standort: 100 Mitarbeiter müssen nach Baunatal

Autor:
Jens Becker
June 26, 2026

Volkswagen gibt den Standort an der Lilienthalstraße in Kassel-Bettenhausen im Sommer 2027 auf. Rund 100 Beschäftigte und ihre Aufgaben sollen ins Werk Baunatal wechseln.

Baunatal/Kassel – Volkswagen gibt seinen Standort an der Lilienthalstraße auf dem früheren AEG-Gelände im Sommer 2027 auf. Die rund 100 Beschäftigten sollen mit ihren Aufgaben ins Werk Baunatal wechseln. Das bestätigte Werkleiter Ingo Spengler am Dienstag bei einer Pressekonferenz zur Betriebsversammlung auf Anfrage der HNA. Am Standort Lilienthalstraße bereitete VW früher Getriebe, Motoren und Zylinderköpfe für den Wiederverkauf auf. Heute bauen dort Mitarbeiter, Getriebe und Motoren in einer Manufakturfertigung. So versorgt VW Kunden auch viele Jahre nach dem Kauf ihres Autos mit Ersatzteilen. Zusätzlich werden am Standort Lilienthalstraße Bauteile für die aktuelle Produktion wiedergewonnen und Kupfer aus dem Produktionsprozess recycelt.

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Werkleiter Ingo Spengler erklärte beim Pressegespräch: „Im Sommer nächsten Jahres läuft unser Mietvertrag aus. Die Umfänge ziehen in das Werk um und entsprechend auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“ Nicht bei allen der betroffenen Arbeiter kommt das gut an. Im Vorfeld der Betriebsversammlung berichteten Betroffene unserer Zeitung, dass sie Angst hätten, wie es für sie weitergehe.

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Betriebsratschef Carsten Büchling betonte, VW plane keine Schließung mit Arbeitsplatzverlusten. „Wir betrachten es als eine räumliche Verlegung“, sagte er. Personalleiter Jörg Asmuth ergänzte, dass die Belegschaft in der Lilienthalstraße vergleichsweise alt sei. Ein Teil der Beschäftigten werde den Standort ohnehin über Altersteilzeitverträge verlassen – für sie entfällt die Frage nach einem Arbeitsplatz im Hauptwerk. Mit dem Umzug endet die 20-jährige Präsenz der Aggregate-Aufbereitung im Kasseler Stadtteil Bettenhausen.

Für Ingo Spengler war es die erste Betriebsversammlung als Leiter des Werks Kassel. Er übernahm die Leitung am 1. April von Jörg Fenstermann. Er zog eine positive Bilanz: Die Transformation zum Elektrostandort, die 2015 begann, sei „im vollen Gange“, sagte Spengler. Rund die Hälfte der in Kassel produzierten Antriebe seien bereits elektrisch. Im Januar feierte das Werk den einmillionsten Elektroantrieb.

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Das laufende Jahr bewertet Spengler als stabil. Von den US-Zöllen und den Spannungen im Nahen Osten sei der Standort kaum betroffen. „Wir sind sehr stabil, mit einem guten Volumen bis jetzt in den Sommer reingefahren“, sagte er. Die Auslastung sieht er bis Jahresende gesichert – die aktuelle Lage deute darauf hin, dass sich das auch 2027 so fortsetze.

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Die Personalsituation sei bis Jahresende stabil, ergänzte Personalchef Asmuth. Zeitweise setzte VW Beschäftigte aus anderen Konzerngesellschaften und Standorten ein, um hohen Personalbedarf abzudecken. Dieser Einsatz sei inzwischen beendet.

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Quelle: HNA vom 26.06.2026, JBG-Research.

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